Bis zu 7 Jahre liegen zwischen dem Entwicklungsbeginn und dem Produktionsstart eines neuen Fahrzeugs. Die Betriebssysteme von Mobiltelefonen oder Tablets werden dagegen beinahe monatlich aktualisiert. „Der Kunde versteht diese Diskrepanz nicht. Er erwartet, dass die Funktionen im ‚Connected Car’ genauso innovativ sind wie die auf seinem mobilen Gerät – und das zu einem Bruchteil der Kosten“, sagt Jens Rese, Managing Consultant bei Detecon International. Dazu seien Entwicklungspartnerschaften mit einschlägigen Unternehmen nötig.

 

„Diese Strategien sollten aber nicht dem reinen Hype vermeintlich innovativer Geschäftsideen folgen“, betont Jana Remer, Consultant bei Detecon (übrigens eine Tochtergesellschaft der deutschen Telekom). Stattdessen sei das „Connected Car“ eine Möglichkeit, dem sinkenden Stellenwert des Autos bei jüngeren Zielgruppen entgegenzuwirken. Zudem werde der Trend zum autonomen Fahren neue, bisher noch gar nicht zur Gänze absehbare Geschäftsmodelle ermöglichen. „Hersteller können in Zukunft die gesamte Frontscheibe im selbstfahrenden ‚Connected Car’ als frei gestaltbare Multimedia- und Vernetzungszentrale nutzen“, prognostiziert Remer.