„Der Arbeitskreis der Automobilimporteure hat nichts mit der Anfrage der FPÖ zu tun“, tönt es dazu windelweich aus dem Haus der Industrie und „zeigt sich dennoch gespannt“, welche Geldflüsse hier noch auftauchen werden. Das Verkehrsministerium lügt, dass sich die Balken biegen, obwohl die Beweise erdrückend sind, dass es erhebliche Geldmittel an den VCÖ vergibt.

 

Auch die Wirtschaftskammer mit ihren darin integrierten Handels- und Innungsgremien wird schmallippig, wenn es um das Beziehen klarer Positionen pro Automobilität geht. Warum erhält zum Beispiel das von Industrie und Wirtschaftskammer gleichermaßen getragene „Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt“ für Wirtschaftsprojekte keine Subventionen oder besser gesagt Förderungen vom Verkehrsressort der Regierung?

 

Vermutlich wird gar nicht erst darum angesucht, denn die Autobranche steht öffentlich in der Tradition, immer – auch wenn die Realität eine andere ist – zu den Gewinnern der Wirtschaft zu zählen. Also darf uns das Verkehrsministerium über den Umweg des VCÖ mit unseren (Auto-)Steuergeldern erklären, warum das fossil betriebene Automobil so bösartig und lebensfeindlich ist. Fortgesetzt gedacht, müssen alle Mobile mit Kraftstoffverbrennungsmotoren gleich einer Zigarettenpackung mit hässlichen Bildern beklebt werden: „Autofahren kann töten, verursacht schwere Schäden an Mensch und Umwelt.“

 

Jedoch verboten wird nichts: Tabaksteuer ist für den Finanzminister genauso unentbehrlich wie Autosteuern. Für die Politik ist nach oben noch genug Spielraum, damit dem Volk weitere Steuererhöhungen zugemutet werden können. Jeder unvoreingenommene Mensch mit offenem Geist und offenen Augen erkennt, dass der Staat ein doppeltes Spiel mit uns allen betreibt und mit Lobbying gegen die lokale Wirtschaft „gewirtschaftet“ wird. Halten wir der Regierung und ihren Liebdienern in den Institutionen wenigstens den Spiegel der Moral vor, damit sie gezwungen sind, ihre eigene Verlogenheit einzugestehen.