Insgesamt 1.400 Unternehmen in allen 9 Bundesländern wurden befragt. Je kleiner die Betriebe, desto schlechter die Einschätzung – bei den Kleinstunternehmen sind es 68 %, die mit dem Gesetzgeber hadern. Was die Bundesländer betrifft, fühlen sich Kärnten (66 %) die Steiermark (65 %) und das Burgenland (65 %) am schlechtesten vertreten.
Das größte Verbesserungspotenzial orten die Befragten im Bereich „Steuern und Abgaben“. Sie fordern eine generelle Abgaben- und Steuerentlastung, insbesondere eine Reduktion der Lohn- und Einkommensteuer bzw. der Lohnnebenkosten. Zudem fordern viele Unternehmen eine Entbürokratisierung und weniger Verwaltungsaufwand, also eine generelle Vereinfachung und Verschlankung der öffentlichen Verwaltung.
„Dass sich 59 Prozent der Betriebe nicht von der Wirtschaftspolitik vertreten fühlen, sollte als Alarmzeichen verstanden werden. Reformieren, vereinfachen, erneuern, das wollen die Betriebe von der Politik - und zwar eher heute als morgen“, so Johannes Nejedlik, Vorstand der KSV1870 Holding AG.
Verhalten schätzen die Umfrageteilnehmer auch die derzeitige Lage der Gesamtwirtschaft ein. 36 % (2013: 20 %) meinen, dass es aktuell um diese schlechter bestellt sei als im Vorjahr. 55 % sehen keine Veränderung, und für 9 % ist sie nun besser unterwegs. Die Industrie ist dabei lt. KSV noch deutlich zuversichtlicher als das Gewerbe. Was die Zukunft im Bereich der Unternehmensfinanzierung betrifft, so sind 73 % der Ansicht, dass von der Politik nicht genug getan wird, um neue, rechtlich fundierte alternative Formen der Unternehmensfinanzierung zu ermöglichen, wie etwa Finanzierungen durch Privatpersonen oder Crowdfunding.
