Gemeinsam an einem Strang ziehen, nach dieser Devise wurden die einzelnen Interessensvertretungen der Kfz-Branche zusammengeführt und operieren von ihrem künftigen „Headquarter“ ganz nah bei ihren Volksvertretern. Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS), Auto Schweiz, die Vereinigung der Schweizer Automobilimporteure, PK Mobil (die Pensionskasse des Schweizer Mobilitätsgewerbes) und weitere fünf autoaffine Vertretungen haben nahe dem Parlamentsviertel unter dem Dach „Mobilcity“ in Bern Quartier bezogen. AGVS-Präsident Urs Wernli erwartet eine deutlich intensivere Zusammenarbeit mit den Abgeordneten des Parlaments.
Mit der Präsenz im Berner Parlamentsviertel unterstreicht der AGVS seinen Anspruch auf Mitgestaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Vielleicht könnte das eidgenössische Modell, das übrigens – im Gegensatz zu Österreich – ohne Kammerzwangsmitgliedschaft auskommt, als Vorbild dienen. Es zeigt, dass Verbände, deren Mitgliedschaft auf Freiwilligkeit beruht, durchaus effizient und durchschlagskräftig agieren können. Ihre Arbeit wird offensichtlich geschätzt, wären sonst 80 % der Unternehmer der Kfz-Branche in den Verbänden als Mitglieder eingetragen?
