Unter dem Titel „Wieviel Hersteller pro Auto verdienen“ schrieb Dieter Scheuch auf dieser Plattform zum Ergebnis des Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg. Leider werden die Freude über die guten Ergebnisse der Premiumhersteller und die Verlustreduzierungen von Massenproduzenten aus Sicht vieler Händler massiv getrübt.
Händlerverbände und sonstige Interessenvertretungen des Handels werfen den Herstellern vor, das fehlende Geld durch harsche Händlerverträge zu kompensieren. Die Gefahr kommt aus dem Volk: Stückzahlarithmetik soll eine Ursache des teilweisen Niedergangs des Markenhandels sein, eine andere ist der politisch motivierte Druck gegen die Automobilität. Damit einhergehender Kaufkraftverlust durch Arbeitslosigkeit und geringere Einkommensmöglichkeiten sind die Ingredienzien, die den Autoabsatz bestimmen.
Für die wachsende Zahl von Händlern eskaliert der Stückzahlabsatz, vor dem Hintergrund fallender Märkte bleibt nur für die Minderheit alles im Lot. Ein blödes Missverhältnis! Der Autohandel muss vorsichtig agieren, um nicht in den Absatzkrieg der Markengiganten hineingezogen zu werden. Ach ja. Das ist alles nur unerträgliche Übertreibung und der Automobilwirtschaft muss es gut gehen. Ein blödes Missverhältnis zur Marktrealität zwar, aber die Industriemacht will es so.
