Nach Matzkes Aussage testeten die Reifenhersteller, auf deren Testanlagen geprüft wurde, ihre Produkte für den ADAC, TCS, Stiftung Warentest, Konsumentenschutz-organisation etc. sogar selbst. Na und? Wer denn sonst soll die sündhaft teuren Prüfgeräte und -anlagen beisteuern und im Fachbeirat wurde ohnedies alles besprochen!
Angesichts der Tatsache, dass Matzke beim ÖAMTC nicht ganz freiwillig ausgeschieden ist, erscheint seine Seriosität als anerkannter Reifenfachmann in einem neuen Licht. Er – wie viele andere seiner Wegbegleiter auch – hat sich zu aktiven Zeiten nie gegen diese „Prozedur der Kooperation“ durch die Industrie gewehrt. Es war ja auch eine sehr schöne Zeit: Viele Reisen rund um den Globus und sein strategisches Feingefühl für die richtige Produktklassifizierung brachten ihm höchste Wertschätzung ein.
Unter diesen Umständen fehlte dem Herrn Matzke der Mut zum aufrechten Gang. Matzkes Arbeitgeber ÖAMTC stellte bereits zwei Jahre vor dem Imagedesaster des ADAC diesen Zustand ab – wohl in weiser Voraussicht!
