Während im Jahr 2001 erst 7.121 anhand des „nationalen Codes“ unterscheidbare Pkw-Typen in Österreich verfügbar waren, wurde bis 2006 ein Anstieg auf 13.758 Typen verzeichnet. Danach folgte nur eine kurzfristige Delle, bevor die Experten von Eurotax 2013 den neuen Höchststand von 14.004 Typen registrierten.

 

Die größte Produktvielfalt gab es im Vorjahr in der (schrumpfenden) Mittelklasse, in der potenzielle Kunden aus knapp 2.900 Typen wählen konnten. In der „Golf-Klasse“ standen immerhin fast 2.700 Typen zur Auswahl, in der Oberklasse waren es 1.800 Typen.

 

Das Kalkül der Hersteller, mit immer stärker differenzierten Produkten mehr Kunden anzusprechen, scheint aber nur teilweise aufzugehen. So sei ein Fahrzeugtyp in der Luxusklasse 2001 durchschnittlich 12,5 mal verkauft worden, sagt Roland Strilka, Director Insight and Market Analysis bei Eurotax Österreich. 2013 habe es im Luxussegment dagegen nur mehr 2,8 Neuzulassungen pro Typ gegeben. Insgesamt habe sich das Produktangebot im Beobachtungszeitraum nahezu verdoppelt, während der Neuwagenmarkt um lediglich 8 % gestiegen sei, rechnet Strilka vor.

 

Aus Sicht des Handels ist diese Erkenntnis ernüchternd: Schließlich bedeuten mehr Modelle zwangsläufig höhere Kosten – etwa in Bezug auf Vorführwagenhaltung, Verkäuferschulung und Wartung. Diese Ausgaben können offensichtlich nur unzureichend amortisiert werden. Eine Trendwende ist bislang nicht absehbar.