Alle Sparten der Autowirtschaft verstehen sich als erfolgstreu. Die Autoindustrie postuliert Stückzahlrekorde ohne Ende und liefert sich dabei mehr und mehr den asiatischen Kunden aus. Der Markenhandel spielt mit und frönt dem Wettbewerb der geringsten Margen. Der Service dient dazu, sauer verdientes Geld dem schlechten hinterher zu werfen. Die technische Entwicklung zieht an uns vorbei. Parallel dazu geht weiter Kaufkraft verloren. Aber technisches Renommee schützt nicht vor Torheit.
Die Öffentliche Meinung fährt uns drüber – und das nach Belieben. Der Aufruf der Automobilitätsgegner ist ignorant, einseitig und anmaßend. Statt sich konzertiert dagegen zu wehren, widmet sich das Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt (MFU) wie besessen den Kammervorschriften. Ursprünglich als flexibles Lobbyinginstrument für unsere Kfz-Branche gedacht, streiten Importeure und Handelsgremium um ihre Einflussnahme. Den Dritten im Bunde, die Kfz-Techniker, die mit dem größten Mitgliederanteil, will man nicht so recht bei der Stange halten und Sponsoren – allen Ernstes – auch nicht. Das ist Erfolgsglaube, kammeral mild gewürzt. Momentan scheint es, als hätten unsere Branchenvertreter diesbezüglich ihren Standpunkt überreizt. Angeblich ist genug Geld da, das Lobbying für die Fahrzeugwirtschaft zu finanzieren.
Knappe 200.000 Euro sind in der Kassa! Mein lieber Schwan, da geht schon was weiter an Kampagnen in den öffentlichen Medien. Wo andere Sparten Millionen brauchen, kommt unsere Branche mit Bagatellen zurecht! Der Kulturkampf unter der automobilen Dreifaltigkeit ist – zum Gaudium der zahlreichen Gegner – also lange noch nicht entschieden. Spätestens bei der nächsten Steuerbelastung werden wir wieder aufheulen. Und? Die Regierung wird wieder zulangen bei uns in der Automobilwirtschaft.
