Signora Maria Grazia Davino soll jetzt richten, was zuvor 10 Generaldirektoren in 20 Jahren nicht zustande gebracht haben, nämlich die Fiat-Marken im Land nachhaltig erfolgreich zu vermarkten. Händlerverbandssprecher und Händlerpartner müssen sich ob der zu erwartenden Sprachdifferenzen rasch auf die neue Situation einstellen und daraus das Beste machen. Ohne der Managerin persönlich nahe treten zu wollen, weht ihr solcherart Misstrauen entgegen, ob sie es will oder nicht.
Die gebeutelten Händlerpartner, mit Fiat und Alfa Romeo ohnehin in einer wenig „rosigen“ Absatzsituation, erwarten sich außer warmen Worten zunächst wenig konkretes. Davino wird zunächst auf den 6. Mai 2014 vertrösten. An diesem Tag wird Fiat-Chrysler-Grande Sergio Marchionne mediengerecht seine Modelloffensive ab 2015 verkünden. In der Zwischenzeit geht die Angst um, Davino könnte, ähnlich wie in Deutschland, wo nach nur 36 Tagen des Inkrafttretens des neuen Vertrages dem gesamten Händlernetz dieser wieder aufgekündigt worden war, den österreichischen Partnern gleiches antun (müssen).
Vielen ein Indiz, warum sich Martin Rada nach knapp einem Jahr schon wieder aus der GD-Position verabschiedet hat. Bis Davino weiß, wo es in Österreich lang geht, lautet die berechtigte Sorge vieler Händler, kommt schon der nächste Wechsel. Sorgenvoll flehen sie daher das Fiat-Management an, Maria Grazia Davino getreu der Überschrift Österreichs Absatzpartnern länger die Treue halten zu dürfen.
