Basis für die Studie bildete eine Umfrage, in deren Rahmen 529 Österreicherinnen und Österreicher befragt wurden. Was also ist dran an Klischees wie den rücksichtlosen „Kampfbikern“ und „stinkenden“ Lärmproduzenten?
In zwei Punkten sind sich die Befragten einig: Die Sünder sind einander ebenbürtig und Radler leben im Straßenverkehr gefährlich, wie 88 % der Befragten meinten. Je rund ein Viertel hält die Radler (25 %) und die Autofahrer (23 %) für die größten Sünder im Straßenverkehr. Wobei 32 % der Nur-Autofahrer meinen, die Radler seien die größten Verkehrssünder während 38,5 % der Nur-Radler dagegen die Autofahrer für die größten Straßen-Sünder halten.
Knapp die Hälfte aller Befragten (49 %) sagt, dass Biker die gefährlicheren Fahrmanöver im Straßenverkehr durchführen. Nur 33 % sehen die Autofahrer als die größere Gefahrenquelle im Straßenverkehr. Von Radfahrern gestört fühlen sich 68 % der Verkehrsteilnehmer häufig oder zumindest gelegentlich. Knapp drei Viertel (73 %) aller Befragten sehen die Autofahrer als größere Störquelle im Verkehr.
Und was stört die Befragten am meisten? Bei den Autofahrern vor allem und dichtes Auffahren und Drängeln (76 %). Auch rücksichtsloses Fahrverhalten wie das langsame Fahren auf der linken Spur oder das provokante Hineindrängen in eine stehende Autoschlange erzürnt die Mehrheit (68 %). Bei den Radfahrern erregen vor allem die „Nebeneinanderfahrer“ (63 %) bei den anderen Verkehrsteilnehmern Unmut. Auch Radler, die trotz vorhandenen Radweges auf der Straße fahren (62 %), sind unbeliebt.
Wie steht’s mit dem Image von Autofahrern und Radlern? Drei Viertel kritisieren, dass die Radfahrer ihr Umweltbewusstsein „wie einen Schild“ vor sich hertragen während Autofahrer hingegen ihrem Fahrzeug zu viel Status beimessen (70 %) und zu viel Lärm und Gestank (65 %) verursachen. Dennoch glauben nur 22 %, dass Autofahrer kein Herz für die Umwelt haben.
