Griesmayr rechnet vor, dass der motorbezogene Steueranteil durch die per 1. 3. wirksam gewordene Erhöhung beispielsweise bei einem Skoda Octavia von 74 auf 76 % und bei einer Mercedes C-Klasse von 79 auf 82 % gestiegen ist. Bisher sei die Abgabenlast vielen Autofahrern nicht bewusst gewesen – dies werde sich aber ändern, weil die Versicherungsgesellschaften in den kommenden Monaten ihre Kunden kontaktieren müssen, um die höheren Steuern nachzufordern.
„Der steigenden Steuerbelastung sind vor allem jene Autofahrer, die ihren PKW täglich dringend benötigen, wehrlos ausgesetzt“, kritisiert Griesmayr: „Viele überlegen sich mittlerweile mehrmals, ob sie sich ein Auto anschaffen.“
Angesichts dessen warnt der Versicherungschef die Bundesregierung davor, dass anstatt der erwünschten Mehreinnahmen ein gegenteiliger Effekt eintreten könnte: „Der Staat muss aufpassen, denn wenn die Belastungen weiter steigen, ist der Scheitelpunkt. an dem sich Steuererhöhungen nicht mehr rentieren bald erreicht.“ Die Folge wären „zu wenige Autofahrer und somit sinkende Einnahmen für den Staatshaushalt“.
