Der Nürburgring bleibt in deutscher Hand. Nach langen Verhandlungen gaben die Gläubiger der insolventen Rennstrecke dem Auto- und Luftfahrt-Zulieferer Capricorn den Vorzug und schlugen das Gebot des US-Investors H.I.G. aus. 

 

Sachwalter Jens Lieser begründet die Entscheidung folgendermaßen: „Der Ausschuss hat sich für letztlich für das Angebot mit dem höchsten Kaufpreis und einer guten Perspektive für die Region entschieden.“ Laut Lieser werde das Düsseldorfer Unternehmen „das operative Geschäft mit seinen zahlreichen Rennsportveranstaltungen, Musikevents, Touristen- und Testfahrten sowie den Betrieb der Hotels und des Ferienressorts fortsetzen“. Die Capricorn Group wird den Nürburgring außerdem konzeptionell erweitern und zu einem „Automobilien Technologie Cluster“ ausbauen. Ebenso soll die Achterbahn ring.racer zurückgebaut werden.

 

Das Transaktionsvolumen liegt bei über 100 Mio. EUR, wovon rund 25 Mio. für den Ausbau des Rings verwendet werden. Capricorn übernimmt die Vermögenswerte Nürburgring GmbH mit 1. Jänner 2015. Der Erwerber hat sich ein Rücktrittsrecht gesichert, falls er bei einem Bescheid der Europäischen Kommission über mögliche Beihilferückforderungen in Anspruch genommen werden würde.