„Die Importeure sollten die Stärken der Klein- und Mittelbetriebe nutzen, anstatt zuzusehen, wie einer nach dem anderen den Löffel abgibt“, forderte Gastgeber Komm.-Rat Mag. Dr. Gustav Oberwallner vor den mehr als 350 Personen, die am 12. 2. der Einladung in das Linzer WIFI gefolgt waren. Dazu, so der Landesgremialobmann des Fahrzeughandels, gehöre eine transparente Strategie beim Online-Handel. Ganz ähnlich sah das Gastredner Dkfm. Hannes Brachat (Herausgeber der deutschen Fachzeitschrift „Autohaus“), der zudem eine prominent besetzte Diskussionsrunde moderierte: „Wir brauchen adaptierte Margenmodelle sowie Rechtssicherheit hinsichtlich der Belieferung freier Portalbetreiber durch die Hersteller.“

 

Komm.-Rat Manfred Fuchs, als Landesinnungsmeister der Kfz-Techniker Co-Veranstalter der Fachgruppentagung, rief eine weitere Folge der Digitalisierung ins Bewusstsein: den (häufig grenzüberschreitenden) Handel mit havarierten Fahrzeugen. „Wenn irgendwelche Werte herangezogen werden, die nur dem Ziel dienen, dass ein Auto nicht repariert wird und statt dessen in irgendwelche Kanäle verschwindet, dann muss etwas dagegen unternommen werden“, äußerte Fuchs heftige Kritik an den Online-Wrackbörsen der Versicherungen. Seine Forderung: „Wenn ein Auto zum Totalschaden erklärt wird, sollte es in einer Datenbank entsprechend gekennzeichnet und erst dann wieder freigeschalten werden, wenn eine ordnungsgemäße §-57a-Überprüfung durchgeführt wurde.“

 

Einen ausführlichen Bericht vom Tag der oberösterreichischen Kfz-Wirtschaft lesen Sie in der aktuellen Ausgabe (Nr. 2207) unserer Wochenzeitung „AUTO-Information“.