Der Verkehrssprecher der FPÖ brachte aus diesem Grund parlamentarische Anfragen an das Verkehrs- und das Wirtschaftsministerium ein. Darin macht er einerseits auf die zahlreichen politisch subventionierten Aktivitäten des „Verkehrsclubs“ aufmerksam (die Bandbreite reicht von 2.000 Euro für das „Projekt Gender und Verkehr“ bis zu 25.000 Euro für eine „Ideensammlung Telefonieren am Steuer“) und merkt süffisant an, dass ausgerechnet VCÖ-Geschäftsführer Dr. Willi Nowak einen Leitfaden mit dem Titel „Öffentliche Förderungen gezielt ausnutzen“ publiziert habe.
Andererseits hat Deimek recherchiert, dass sich unter den vom VCÖ genannten Partnern aus der Privatwirtschaft ein Tochterunternehmen des französischen Rüstungskonzerns Thales befindet. „Einmal mehr zeigt sich, dass Anspruch und Wirklichkeit in vorgeblich tugendhaften, augenscheinlich linksgerichteten und vermeintlich pazifistisch ausgerichteten Kreisen teils weit auseinanderklaffen“, so der FPÖ-Mandatar.
Darüber hinaus kritisiert Deimek vehement die Zahlungen, die von den „vom Steuerzahler jährlich mit hohen Beträgen bezuschussten ÖBB“ an den VCÖ geleistet werden: „Willi Nowak und seine Truppe sollen nicht länger von der Öffentlichen Hand gefüttert werden und jene der Autofahrer beißen."
Der VCÖ ortet in seiner Reaktion bei Deimek mangelndes Demokratieverständnis. „Projekte zur Verkehrssicherheit werden aus gutem Grund von der Öffentlichen Hand unterstützt, denn Verkehrssicherheit liegt im Öffentlichen Interesse“, so Geschäftsführer Nowak. Der VCÖ setze sich „für eine ökologisch verträgliche, sichere und effiziente Mobilität ein“ und agiere somit „zum Schutz der Umwelt, zum Wohle der Bevölkerung und zum Nutzen der heimischen Wirtschaft“.
