Nicht nur der Autohandel und die Fachmedien beklagen sich seit Wochen über die gebrochenen Wahlversprechen und die Einfallslosigkeit der Regierung bei der Geldbeschaffung, sondern auch immer mehr branchenfremde Tages- und Wochenzeitungen berichten kritisch über die unverhältnismäßigen Teuerungen für Autofahrer.
Wie eine von Komm-Rat. Burkard Ernst, BGO des Fahrzeughandels, in Auftrag gegebene Medienbeobachtung aufzeigt, sind seit dem 9.1 in ganz Österreich mehr als 60 Medienberichte erschienen, in denen die massiven Teuerungen thematisiert wurden (siehe Downloads).
Anlass zur breitenwirksamen Berichterstattung dürfte neben der lauter werdenden Empörung der Autofahrer im Internet und den sozialen Netzwerken, auch eine Studie es Forum Mobilität, Freiheit und Umwelt (MFU) gegeben haben, in der das MFU vorrechnet, dass der Gesamtwert der Steuer- und Abgabenerhöhungen für PKW seit dem Jahr 2000 über dem Dreifachen der Inflationsrate liegt. So ist in den vergangenen 13 Jahren der Preis für die Vignette um 106,8 %, die Motorbezogene Versicherungssteuerung um 74,3 % und die NoVA um 67,5 % gestiegen. Als bittere Pille obendrauf wurde außerdem die Mineralölsteuer für Diesel um 43,3 Prozent und für Benzin um 27,9 % angehoben.
