Zwar seien „Abgabenerhöhungen für Pkw aus Sicht der Berufspendler und der Konsumenten nicht erfreulich“, heißt es in der Stellungnahme der Bundesarbeitskammer zum Abgabenänderungsgesetz. Man müsse aber „konzedieren, dass hier mit sozialem Augenmaß vorgegangen wurde“. Von der höheren NoVA seien nur teure Fahrzeuge betroffen, die Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer sei sogar zu begrüßen: Schließlich verursache sie nur Mehrkosten von 30 bis 40 Euro pro Jahr und könnte „zu einem stärker ökologisch orientierten Kaufverhalten führen“.
Bemerkenswerter Weise wird im selben AK-Papier an anderer Stelle eine deutliche Erhöhung des „Pendler-Euros“ gefordert. In Sachen NoVA und Versicherungssteuer ist den Kämmerern das Wohl der autofahrenden Arbeitnehmer aber herzlich egal: Statt dessen ist man offensichtlich froh, wieder einmal den klassenkämpferischen Urinstinkten gegen die „Gstopften in ihren großen Autos“ ausleben zu können.
