Neben der abgebauten Schuldenlast stehen, wie von dem Unternehmen verlautbart, frisches Kapital in Höhe von mehr als 100 Mio. Euro sowie zusätzliche Kreditlinien über 75 Mio € zur Verfügung. Mit Abschluss der Rekapitalisierung sei A.T.U nun mehrheitlich im Besitz von Fonds, die von Centerbridge Partners L.P. gemanagt werden.
Im Vordergrund stehe die Rückkehr zu profitablem Wachstum im Kerngeschäft. In nächster Zeit werde sich das Unternehmen auf die Verbesserung des Kundenservices und der Kostenbasis konzentrieren und weiter in die Modernisierung der Werkstattausrüstung investieren. Auch ein Wechsel an der Spitze des Unternehmens wurde nun vollzogen. Norbert Scheuch wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und übernahm interimistisch die Geschäftsführung. Solange Scheuch den Vorsitz der Geschäftsfürhung hat, übernimmt der ebenfalls neu in den Aufsichtrat gewählte Walter Gehl den Vorsitz dieses Gremiums. Scheuch folgt dem erst im Sommer als Sanierer eingesetzten Hans-Norbert Topp, der weiter Mitglied der Geschäftsführung bleibt.
Wie Scheuch in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte, sollen jedoch alle 650 Standorte in Deutschland, Österreich, Tschechien, den Niederlanden, Italien und der Schweiz "nochmals kritisch auf den Prüfstand gestellt werden". Laut Scheuch seien auch „Schließungen nicht ausgeschlossen“. Wegen des bis 2018 laufenden Beschäftigungsvertrags müsste jedoch jede einzelne Schließung hart erkämpft werden. Von einem Kahlschlag könne daher keine Rede sein. Derzeit sind insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt.
