Schon jetzt sind die (vor Jahren politisch geschickt von „Kfz-Steuer“ in „Versicherungssteuer“ umbenannten) Steuersätze in Österreich so hoch wie in kaum einem anderen europäischen Land. Alleine in den letzten 10 Jahren seien die Einnahmen aus der motorbezogenen Versicherungssteuer um mehr als 41 % gestiegen, rechnet der Arbeitskreis der Automobilimporteure vor. Die nunmehr geplante Mehrbelastung belaufe sich auf weitere 253 Mio. Euro, sodass der Finanzminister 2014 alleine aus diesem Steuerposten rund 2 Mrd. Euro lukrieren dürfte. Gegenüber 2013 würde dies einem Plus von mindestens 12,5 % entsprechen.

 

„Die nochmalige Erhöhung des im EU-Vergleich bereits auf einsamen Spitzenniveau befindlichen Steuersatzes ist unverhältnismäßig, in diesem Ausmaß sogar schon sittenwidrig“ empört sich Dr. Felix Clary und Aldringen, Vorsitzender des Importeursarbeitskreises. Die Mehrbelastungen seien umso fraglicher, als die Motorleistung erstens kein zuverlässiger Maßstab für die Umweltfreundlichkeit sei und zweitens selbst durchschnittlich motorisierte Fahrzeuge massiv getroffen würden.

 

„Nach der unverständlichen Erhöhung der NoVA wird mit der motorbezogenen Versicherungssteuer die zweite Luxus-Steuer für das Auto angehoben, das kein Luxus ist und auch keiner werden darf“, so Clary: „Spätestens mit dieser Steuerbelastung befinden wir uns aber auf dem direkten Weg dorthin."