Ein paar Tage lief alles doppelt: Denn während die am 13. Jänner eröffnete North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit am Sonntag (26. Jänner) ihre Pforten schloss, trafen sich ab 24. Jänner rund 1.500 Kilometer weiter südwestlich jene Menschen, die die in Detroit ausgestellten Fahrzeuge in den nächsten Jahren in ihren Autohäusern verkaufen werden.

 

Der Kongress der National Automobile Dealers Association (NADA) wurde diesmal im winterlich kühlen New Orleans abgehalten – jener Stadt, die vor neun Jahren vom Hurrikan Katrina stark getroffen wurde. Allein: Im Stadtzentrum sind keine Spuren mehr zu sehen. „Der Aufbau muss weitergehen“, sagte Bürgermeister Mitch Landrieu am Samstag, „auch wenn New Orleans sicher nicht mehr die gleiche Stadt sein wird wie vor der Katastrophe.“

 

Amerikas Autohändler erwarten nach 15,4 Mio. Neuwagen-Verkäufen im Vorjahr heuer eine Steigerung auf 16,5 Mio. Stück. Dazu kommen noch rund 42 Mio. Gebrauchtwagen.

 

Alles eitel Wonne also? Nein, denn die NADA versucht derzeit gerade, die Pläne des Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) abzuwenden. Dieses will verhindern, dass in Autohäusern Finanzierungsangebote für Fahrzeuge gemacht werden. Doch dieses Geschäft ist – wie auch in Österreich – eines der wichtigsten Standbeine.

 

Aus Österreich nimmt Komm.-Rat Dr. Gustav Oberwallner, stellvertretender Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels, am NADA-Kongress teil.