2013 ist der Neuwagenmarkt in der EU laut der Kfz-Gewerbevereinigung CECRA um 1,4 % auf 11,881 Mio. Autos zurückgegangen. Zwar war das Minus geringer als in den Jahren davor, dennoch bedeutet das Ergebnis den niedrigsten Wert seit 1993. Nunmehr befinde sich der Markt aber an einem „Wendepunkt“, sagt Jean-Paul Bailly, Präsident der CECRA: „Wir gehen 2014 wieder von einem leichten Wachstum aus, wenngleich noch ein weiter Weg vor uns liegt.“
Laut der soeben veröffentlichten Jahresprognose der CECRA dürften heuer rund 12,142 Mio Pkw neu zugelassen werden, was einem Plus von 2,2 % entspricht. In 21 der 28 EU-Länder prognostiziert die Händlervereinigung Zuwächse. Der stärkste Rückgang wird für Holland vorausgesagt (minus 4,1 %), gleich dahinter folgt Österreich: Hier soll der Neuwagenmarkt auf 310.000 Stück sinken. Dies wären um 2,8 % weniger Fahrzeuge, als laut Rohdaten 2013 zugelassen wurden (319.093 Stück). Die offiziellen österreichischen Neuzulassungszahlen werden bekanntlich erst morgen (15. 1.) vorliegen.
Die heimischen Händler können sich damit trösten, dass die Nachfrage hierzulande auch in den Krisenjahren stabil war. Somit ist kein mit anderen Ländern vergleichbarer Aufholbedarf gegeben. Doch ob das auch die Hersteller und ihre Importeure berücksichtigen? Nicht zu Unrecht sieht die CECRA in realitätsfernen Verkaufsvorgaben eines der größten brancheninternen Probleme.
