„Von einem Gleichgewicht kann derzeit bei weitem nicht die Rede sein", verweist Timmer auf die durch den Wegfall der Kfz-GVO verursachte Kräfteverschiebung zugunsten der Autohersteller. Auch bei der Profitabilität habe der Einzelhandel das Nachsehen: „Während die durchschnittliche Umsatzrendite in den USA bei mehr als 2 % liegt, sind wir in Europa schon über 1 % glücklich. Viele Händler können aber selbst davon nur träumen."
Angesichts dieser Situation und der nach wie vor angespannten Nachfrage am europäischen Markt fordert Timmer diie Hersteller zur Zurückhaltung bei Standards und CI-Vorgaben auf: „So wichtig sie sein mögen, diese Dinge müssen warten, bis wir wieder Geld verdienen.“
In den kommenden Monaten will sich die in der europäischen Kfz-Gewerbevereinigung CECRA angesiedelte ECD vor allem um einen „Code of Conduct" für die Vertragsbeziehungen zwischen Herstellern und Händlern einsetzen. Darüber hinaus möchte Timmer die eklatante Pkw-Überproduktion thematisieren, die ebenso wie der „Fleckenteppich" bei der national unterschiedlichen Co2-Gesetzgebung dem Fahrzeughandel das (Über-) Leben zusätzlich erschwere.
