„Für die Stadt Wien ist es wichtig, den Bürgern zu zeigen, worum es bei der Fußgängerzone Mariahilfer Straße geht: Mehr Ruhe, mehr Platz und 1,5 Kilometer Freiraum zum Spazieren, Einkaufen und Entspannen“, argumentiert Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou von den Grünen.
Diese Informationskampagne kostet sage und schreibe 850.000 Euro und ist notwendig, weil die Akzeptanz durch die Anrainer doch nicht so gegeben ist wie geplant gewesen. Die Fußgängerzone im inneren Bereich der Mariahilfer Straße werde dafür über 100 neue Bänke zum Ausruhen bekommen, ebenso seien neuen Spiel- und Aufenthaltsräume vorgesehen. Die Schanigärten sollen laut Vassilakou weiter in die Mitte rutschen: „Das bringt mehr Platz vor den Geschäften.“
Über die Belastungen der seit Jahrzehnten im Umfeld angesiedelten Firmen wird nicht diskutiert. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) sieht sich – überheblich wie er nun einmal ist – sogar in der Lage, damit für seine SPÖ-Fraktion die „Absolute Mehrheit“ im Rathaus erreichen zu können. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Solcherart „verkehrsberuhigte“ Zonen führen mit Sicherheit zu einer „Unternehmerflucht“ und verlagern damit den Verkehr an die Randbezirke. Und ja: Politisch werden die Sozialisten demnächst ihre „blauen Wunder“ erleben.
Die Konservativen reden da nicht mit. Sie haben ja ihre Gotteshäuser zum Beten für bessere Zeiten. Das reicht ihnen zunächst. Ach ja: Die 850.000 Euro seien „keine zusätzlichen Projektkosten, da sie aus den Mitteln der Stadt Wien für Öffentlichkeitsarbeit“ gespeist würden.
