Mit der Frage, wie es für die Chevrolet-Händler weiter gehen soll, hat sich Dr. Christian Genzow, der europäische Experte für Vertragshändlerrecht, auseinander gesetzt. „Eine generell für alle Chevrolet-Händler gültige Antwort wird es nicht geben“, meint dazu sein österreichischer Kollege Dr. Friedrich Knöbl.
Aber eines ist Genzow und den von ihm beratenen Chevrolet-Partnern klar: Einer alleine wird bei General Motors nichts ausrichten, nur mit einer gemeinsamen Plattform – in Deutschland der Händlerverband – werden ausreichende Rahmenbedingungen für das Ausstiegsszenario auszuhandeln sein.
Ähnlich sieht das Ing. Josef Schirak, seit 46 Jahren als Interessensvertreter des Fahrzeughandels tätig. Er findet es bedauerlich, dass sich die Betroffenen in dieser prekären Situation noch immer zu keiner „Interessensgemeinschaft“ zusammen geschlossen haben. Das Bundesgremium sei jedenfalls zu einer entsprechenden Hilfeleistung bereit.
„Ohne Eigenleistung und einem gerüttelten Maß an Eigeninitiative und Solidarität wird es wohl nicht gehen“, sagt Schirak. Doch muss die Initiative zur Minimierung der von GM zu verantwortenden Schäden wohl oder übel von den Chevrolet-Partnern selbst ergriffen werden.
