Eine Systemsteckdose und ein intelligentes Ladekabel … und fertig ist das ubitricity Ladesystem. Seit 2012 testet das Berliner Start-up ubitricity mit führenden Partnern sein neues Konzept, das im Vergleich zu anderen Ladestationen deutlich günstiger ist. „Wir haben uns gefragt, warum die Anlagen teilweise so viel kosten“, erklärt Arven Olell, Projektmanagerin von ubitrictiy. „Und haben festgestellt, dass das Messen und Abrechnen so teuer ist.“
Ubitricity hat nun Kommunikationstechnik und Zähler in ein intelligentes Ladekabel verpackt (kompatibel für alle Fahrzeuge mit Typ1 und Typ 2-Anschlüssen; kostet etwa € 100,–), dazu gibt’s die Systemsteckdose (geeignet für 220 V und langsames Wechselstromladen; etwa € 100,–). Fertig. Durch den mobilen Zähler kann der Elektrofahrzeugnutzer individuell den Stromlieferanten wählen und so zusätzlich sparen.
Voraussetzung dafür ist, dass die Steckdosen – die nicht nur zuhause, sondern auch an Laternen und Lichtmasten montiert werden können – flächendeckend angebracht sind. Als jüngster Partner hat sich nun der Verband der Automobilindustrie (VDA) zu den ubitricity-Testpartnern gereicht – mit einer Steckdose an der Laterne direkt vor dem VDA-Sitz in Berlin. „Die deutschen Automobilhersteller bringen bis Ende kommenden Jahres 16 neue Elektromodelle auf den Markt. Die Nachfrage nimmt spürbar zu. Dieses breite Angebot muss nun rasch von einem Ausbau der Ladeinfrastruktur flankiert werden“, argumentiert VDA-Geschäftsführer Dr. Ulrich Eichhorn die Teilnahme am Feldtest.
„Getestet wird derzeit in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, Ende 2014 ist der kommerzielle Start geplant. Mit Österreich gab’s bereits erste Gespräche, das war’s aber auch schon. „Wir bemühen uns sehr“, erläuterte Projektmanagerin Olell.
