Beim Wechsel einer beschädigten Windschutzscheibe muss auch die Autobahnvignette getauscht werden. Bei den „üblichen“ Austauschstellen wird dafür eine Gebühr von 10 Euro pro Vignette verrechnet. Um Abhilfe zu schaffen, hat der Karosseriebauerverein bereits vor Jahren ein eigenes System aufgebaut, bei dem lediglich die Versandkosten anfallen.
Kürzlich wurden die Mitglieder aber über die bevorstehende Auflösung des Vereins informiert. Für Karosseriebetriebe ist damit keine wesentliche Veränderung verbunden, denn die Bundesinnung der Karosseriebauer wird in die Vignettenaustauschvereinbarung mit der ASFINAG einsteigen. Doch was geschieht mit den 160 bis 180 Kfz-Technikern, die bisher dem Verein angehört haben?
Die Karosseriebauerinnung sieht sich außerstande, diese Firmen weiter zu betreuen. „Dazu fehlen uns ganz einfach die personellen Ressourcen“, sagt Bundesinnungsmeister Erik Papinski. Sein Pendant bei den Kfz-Technikern, Komm.-Rat Friedrich Nagl, reagiert mit Unverständnis auf die kurzfristig angekündigte Vereinsauflösung. Er lässt nunmehr evaluieren, auf welche Art und Weise seine betroffenen Mitglieder in Zukunft beim Vignettentausch unterstützt werden können.
Es steht zu hoffen, dass es bald eine Lösung im Sinne der Werkstätten geben wird: Alles andere wäre skurril, zumal die Innungen der Karosseriebauer und Kfz-Techniker im Jahr 2015 ohnehin zusammengelegt werden sollen.
