Damit stärkt GM-Konzern Opel und die britische Schwesternmarke Vauxhall, die nicht mehr befürchten müssen, Kunden an einen billigeren Konkurrenten aus eigenem Hause zu verlieren. „Unser Vertrauen in diese Marken wächst“, wie Stephen Girsky, GM-Vize und Opel-Aufsichtratschef sagte. Weshalb sich GM auf dem hart umkämpften europäischen Markt voll und ganz auf Opel und Vauxhall konzentrieren wolle.
Chevrolet habe in Europa einen Marktanteil von 1,2 %, Opel/Vauxhall verfüge über einen Marktanteil von 6,7 %. Die GM-Führung gibt Chevrolet bis Ende 2015 offensichtlich wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Europa und geringen Marktchancen auf. In den GUS-Staaten, wo eine höhere Nachfrage nach den vorwiegend in Südkorea produzierten Fahrzeugen herrscht, wird Chevrolet weiter am Markt bleiben. US-Sportenwagen-Ikonen wie die Corvette sollen aber auch weiter in Europa verkauft werden.
Durch den Rückzug werden dem Konzern nach eigenen Einschätzungen für Wertberichtigungen, der Umstrukturierung des Händlernetzes und Preisabschläge Kosten zwischen 700 Mio. und 1 Mrd. $ entstehen. Als Konkurrent gegen die Oberklassehersteller plant GM eine Expansion der Marke Cadillac in Europa.
