Künftig senden Fahrzeuge mittels der „On-Board Einheit“ genannten Blackbox über die Schnittstellen der Telekommunikationsanbieter permanent Daten. Diese Daten können von Verkehrsleitzentralen oder der öffentlichen Hand zum Beispiel zur Steuerung des Verkehrs in Problemzonen verwendet werden oder bei Unfällen andere Fahrzeuge warnen. Hier wird vor allem das Notrufsystem eCall, ab 2015 in jedem Neuwagen verpflichtend, einen großen Teil zur Sicherheit beitragen.
Dennoch sind in Zukunft auch Rückschlüsse auf den Fahrer möglich. Daten wie die Position, Verbrauch und Fahrverhalten sind nur einige Inhalte. Damit stellt sich wichtige Fragen: Wem gehören die Daten und wird der Datenschutz sichergestellt denn die Liste der Interessenten ist lang? Schon jetzt bieten Versicherungen für Fahrer, die ihren Fahrstil beobachten lassen, günstigere Prämien. Ob nun der Fahrer vorab alle Daten freigeben muss oder mit dem Leasingvertrag verpflichtet wird, ist noch offen.
Das Auto ist derzeit ein datenschutzrechtliches Minenfeld“, warnt Raimund Wagner, Geschäftsführer der AMV Networks GmbH aus dem österreichischen Ranshofen. Im Hinblick darauf wurde bei AMV schon fleißig entwickelt. Wagner bringt es auf den Punkt: „Unser System räumt den Interessenten des Fahrzeughalters höchste Priorität ein. Er kann jederzeit überprüfen, welche Art von Fahrzeugdaten an wen weitergegeben werden dürfen.“
