Für viele Besucher, die diesen Automobilpreis über die ganze Zeit begleitet hatten, war es ein Treffen mit alten Bekannten – nicht nur im Publikum und auf dem Podium, sondern auch bei den Autos: Denn jenes Fahrzeug, das schon bei der ersten Verleihung im Jahr 1984 den Sieg eingeheimst hatte, stand auch dieses Mal ganz oben am Stockerl: der VW Golf. War es damals der Golf II, so wurde heuer der Golf VII ausgezeichnet.

 

Er gewann den Preis in der Kategorie „Start“ (bis 20.000 €); im Bereich „Medium“ (bis 40.000 €) wurde der Mazda6 prämiert: Auch er ist gewissermaßen ein „alter Bekannter“, da er schon vor 10 Jahren ausgezeichnet wurde. Ganz neu sind hingegen die Siegergefühle für Jaguar, wo der F-Type von den ARBÖ-Mitgliedern und einer Prominenten- und Fachjury zum Sieger in der Kategorie „Premium“ (bis 90.000 €) gekürt wurde.

 

ARBÖ-Präsident Heinz Hofer rechnete vor, dass ein Facharbeiter für den Golf II rund 2.100 Stunden arbeiten musste, heute aber schon nach 1.500 Stunden einen Golf VII sein eigen nennen darf. Hofer erklärte dann auch noch seine Sicht zum VW XL1, dem „1-Liter-Auto“ von VW: „Er jagt jedem Rasenmäher einen Schrecken ein, weil er auf 100 Kilometer weniger verbraucht.“

 

Ehe Hofer von der neuen Bundesregierung die Anhebung des Kilometergelds auf 50 Cent forderte, machte er noch einige launige Bemerkungen über die Zukunft der Mobilität. Die beste: „Und im Gebüsch lauert die Brennstoffzelle.“

 

Interessant ist auch die Wertigkeit, mit der einige Importeure diesem Preis gegenüber stehen – vor allem wenn sie nichts gewonnen haben. Auch heuer glänzten einige Marken durch Abwesenheit, während der VW-Konzern seine geballte Macht aufbot. Neben Aufsichtsratsvorsitzendem Ferdinand Piëch und seiner Frau Ursula (ebenfalls Aufsichtsratsmitglied) kamen VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler und VW-Konzern-Technikvorstand Ulrich Hackenberg. Auch Porsche-Holding-Vorstand Alain Favey und andere Markenchefs des Österreich-Importeurs waren beim Feiern mit dabei.