Das neue Speicherkonzept für Hybrid- und Elektrofahrzeuge wurde im Rahmen eines mit EU-Mitteln finanzierten Forschungsprojekts entwickelt. Die Volvo Car Group war an diesem als einziger Automobilhersteller gemeinsam mit neun weiteren europäischen Firmen und Instituten beteiligt.

 

Die Herausforderung bei dem über drei Jahre dauernden Projekt bestand darin, eine praktikable Lösung für Nachteile konventioneller Batterien bei Gewicht, Größe und Kosten zu finden. Gleichzeitig sollten Kapazität und Leistung der Batterien beibehalten werden. Die entwickelte Lösung besteht aus einem fortschrittlichen Nanomaterial aus Kohlefasern und Kunstharz sowie leistungsfähigen Kondensatoren. Die verstärkten Kohlefasern umgeben die neue Batterie und sind so geformt, dass sie platzsparend am Fahrzeugrahmen angebracht werden können – etwa an den Türen, an der Heckklappe oder an den Radhäusern. Geladen wird das Material durch Bremsenergierückgewinnung oder durch die Verbindung mit einem externen Stromnetz.

 

Dank der Kondensatortechnik, so sagt Volvo, lädt und speichert es schneller als konventionelle Batterien. Zudem sei das Material äußerst fest und biegsam zugleich. Volvo hat zwei Komponenten mit dem neuen Material entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Kofferraumklappe und eine Motorabdeckung, die beide in einem Volvo S80 testweise zum Einsatz kommen. Lt. Volvo ist die neue Lösung 50 % leichter und leistungsfähig genug, um das 12V-Bordsystem mit Energie zu versorgen. Würde man Türen, Dach und Motorhaube eines Elektroautos durch das neue Material ersetzen, ließe sich dadurch das Fahrzeuggewicht um mehr als 15 Prozent senken. Dies hätte auch eine positive Wirkung auf die gesamte Umweltbilanz des Fahrzeugs.

 

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