Rund 100 Kilometer wurden mit der selbstständig fahrende S-Klasse zurückgelegt. Dabei bewältigte der Testwagen hochkomplexe Situationen mit Ampeln, Kreisverkehren, Fußgängern, Radfahrern und Straßenbahnen. Das Forschungsfahrzeug war dabei mit seriennaher Sensorik, wie sie schon in Fahrzeugen dieses Typs verbaut wird, unterwegs. Erweitert wurde der Wagen um zwei zusätzliche Fernbereichsradare sowie vier im Nahbereich und jeweils eine Farbkamera vorne und hinten. „Mit der erfolgreichen Versuchsfahrt haben wir den Beweis erbracht, dass hochautomatisiertes Fahren auch jenseits von abgesperrten Strecken möglich ist“, sagte Professor Dr. Thomas Weber, Verantwortlicher für die Konzernforschung. Für das Unternehmen liegt der Erfolg vor allem darin, herausgefunden zu haben, welchen Themen sich das Entwicklungsteam in Zukunft verstärkt widmen muss. So liegen laut dem Leiter der Fahrerassistenzsystemforschung Prof. Ralf Herrtwich die Herausforderungen zum Beispiel in der Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern, beim Lokalisieren des Fahrzeugs sowie den verschiedenen Lichtverhältnissen beim Erkennen von Ampelfarben und dem Zuordnen der jeweiligen Spur. Bis zur Serienreife sind nicht nur technische Herausforderunge zu meistern auch im rechtlichen Bereich sind autonome Fahrzeuge noch nicht verankert.
