Nachdem es 2012 einen historischen Tiefststand mit 371 Staus im Sommerreiseverkehr gegeben hatte, lag der Wert in diesem Jahr mit 450 um rund 20 % höher. Gezählt wurden Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten. Positiv: die Staulängen waren eher rückläufig, Rekordstaus wie noch vor wenigen Jahren vor dem damals einröhrigen Tauerntunnel gehören offenbar endgültig der Vergangenheit an.

 

„Nachdem in den letzten Jahren schon die zweiten Röhren von Tauern- und Katschbergtunnel für Entlastung gesorgt haben, wurde diesen Sommer auch das Nadelöhr Pfändertunnel entschärft. Im Sommer 2012 war der Pfändertunnel noch die Nummer eins im Stauranking“, sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Harald Lasser. Unverändert an der Spitze des Stau-Rankings liegt die Tauernautobahn (A10). Die Fernpassstraße (B179), die in den vergangenen beiden Jahren mit der A10 um Platz eins kämpfte, wurde in diesem Sommer von der Westautobahn (A1) auf den dritten Rang verdrängt. 14 % aller Staus wurden auf der A10 verzeichnet, 11,3 % auf der A1 und 10,7 % auf der B179. Ebenfalls stark belastet waren die Südautobahn (A2) mit 6 % und die Pyhrnautobahn (A9) mit 5,5 %.

 

Vom Reiseverkehr am meisten betroffen waren auch in diesem Sommer die Länder Tirol und Salzburg. 24,2 % aller Staus wurden aus Tirol gemeldet, 18,9 % aus Salzburg. Die Steiermark (14,9 %), Niederösterreich (14,7 %) und Oberösterreich (12 %) folgen auf den nächsten Plätzen.