Internationale Großkonzerne wie Toyota, die deutschen Autobauer oder GM sind zwar dank des Wirtschaftsbooms in China gut aus der Krise gekommen. Doch obwohl laut IWF ein Wachstumsrückgang droht, zeigen viele Autobauer nach wie vor wenig Ambitionen, ihre Geschäfts- und Vertriebsmodelle anzupassen – so die Ergebnisse der Oliver Wyman-Studie „State oft he Automotive Industry 2013“.
Doch um längerfristig gut positioniert zu sein, müssten die Hersteller laut Wyman in den kommenden zwei bis drei Jahren nicht nur Kosten senken, sondern auch Kompetenzen im zunehmenden Online-Vertrieb aufbauen. Aufgrund sinkender Absatzzahlen und Niedrigpreisfahrzeugen sei vor allem der Vertrieb der optimale Bereich, um einzusparen.
Durch Prozessverbesserungen seien hier laut Wyman mindestens 20 Prozent Reduktion möglich. Plus: Auch die Produktionskapazitäten müssten laufend angepasst werden. Andernfalls drohten „Blechdruck und Rabattschlacht“. Einige Hersteller wie Ford, PSA und GM haben darauf bereits reagiert und wollen ihre Produktionskapazitäten bis 2016 um rund 700.000 Einheiten pro Jahr zurückfahren.
