Glatt durchgefallen sind bei den getesteten freien Werkstätten 78 %, das heißt 28 von 36 Betrieben erhielten die Bewertung „mangelhaft“. Nicht viel besser erging es bei dem Test den Werkstatt-Ketten: 17 von 36 getesteten Betrieben (47 %) bestanden die Prüfung nicht. Der Autofahrerklub testete die Werkstätten mit Fahrzeugen der Modelle Audi A3, Renault Mégane und VW Golf V. Vor der Prüfung wurden die Fahrzeuge mit Mängeln präpariert: Ein verstelltes Scheinwerferlicht, eine defekte Kofferraumleuchte, ein ausgehängtes ABS-Kabel, ein zu niedriger Kühlmittelstand sowie ein Ersatzrad mit zu wenig Reifendruck sowie ein fehlendes oder abgelaufenes Pannenset.

 

Wäre in Österreich mit einem ähnlichen Ergebnis zu rechnen? „Sicher nicht“, sagt Komm.-Rat Fritz Nagl, Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker. „Ganz abgesehen davon, dass es in Deutschland über 55.000 Werkstätten gibt und über eine derart geringe Zahl, weniger als 0,1 % getestete Betriebe, keine repräsentative Aussage gemacht werden kann.“ Die österreichischen Werkstätten seien qualitativ hochwertig, „weshalb ich mir sicher bin, dass ähnliche Tests besser ausfallen würden.“ Wobei Nagl heftige Kritik an der Testmethode übt: „Diese ist nicht praxisnah und oft sind die Fehler auch nicht markentypisch und im Übrigen lassen sich – wenn beabsichtigt – in Fahrzeuge auch Fehler einbauen, die kaum zu finden sind.“