Die anderen Betriebsräte waren zu Redaktionsschluss in Besprechungen mit dem Vorstand. Kimsesiz: „Es gibt Alternativen zu den Kündigungen, von Kurzarbeit über Bildungskarenzen bis hin zum zeitlich befristeten Lohnverzicht bei gleichzeitiger Beschäftigungsgarantie.“
Der Abbau von Arbeitskräften ist die Folge einer Lücke an Großaufträgen: Die Bestellung der Streitkräfte Großbritanniens ist bereits zu Ende abgearbeitet. Der im Juli erteilte Auftrag über 2.500 mittlere und schweren Logistikfahreuge für die australische Armee soll erst ab 2016 – im Zeitraum bis 2020 – ausgeliefert werden. Daher seien für die Jahre 2013 bis 2015 laut Rheinmtall AG/Düsseldorf nur 260.000 – statt bisher 440.000 – Arbeitsstunden Kapazität erforderlich. Mit Juni/Juli 2013 war in Liesing Kurzarbeit eingeführt worden.
Kimsesiz: „Hier bei Rheinmetall MAN in Wien kann die Politik tatsächlich zeigen, dass sie um jeden Arbeitsplatz kämpfen.“ Er lud Sozialminister Hundstorfer ein, gemeinsam mit Betriebsrat und Belegschaft gegen die Kündigungen und für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen.
