Kürzlich hat Apple eine für den Einsatz in Fahrzeugen optimierte Version seines Betriebssystems iOS vorgestellt. Krishna Jayaraman, Analyst bei Frost & Sullivan, ist davon allerdings nicht sonderlich beeindruckt: „Auch wenn es spannend ist, kommt das „iOS für Autos" einfach viel zu spät auf den Markt." Akteure wie Google oder Microsoft hätten bereits viel engere Beziehungen zur Branche aufgebaut.

 

„Die Ankündigung von Apple enthält kein großes Bedrohungspotenzial für den Markt für herkömmliche Infotainmentsysteme im Automobil", meint Jayaraman. Große Hersteller wie etwa BMW hätten bereits abgewunken, interessant sei das neue Betriebssystem vor allem für kleinere Autobauer: Diese könnten „von einer vorgefertigten Lösung erheblich profitieren“.

 

Mittelfristig sieht Forst & Sullivan freilich durchaus Chancen für Apple – sofern sich der Konzern dazu entschließt, noch stärker auf die Eigenheiten des Automarktes einzugehen: „Apple muss einen Weg finden, die Integration von iOs abwärtskompatibel zu gestalten, indem sie mit den Aftermarket-Abteilungen der OEM zusammenarbeiten“, so Jayaraman. Entscheidend sei die Einbindung älterer Fahrzeuge: „Hierdurch kann Apple ein größere Menge an Autos erfassen und eine tiefergehende Wirkung erzielen."