Befragt wurden sowohl Kunden als auch Geschäftsführer und Verkaufsleiter von Autohäusern. Offensichtlich hat sich das neue Öko-Label noch nicht wirklich in den Köpfen der Konsumenten verankert: 66,4 % der befragten Autokäufer , die seit 1.12.2012 ein Neu- oder Vorführwagen gekauft haben, gaben an, das Öko-Label noch nicht in Zusammenhang mit PKW gesehen zu haben. 77 % sagten, dass das Öko-Label auch vom zuständigen Verkaufsberater im Verkaufsgespräch nicht erwähnt wurde.

 

Grundsätzlich ist die Akzeptanz des Öko-Labels in Deutschland lt. Studie gering. 57 % der Autohausverantwortlichen waren mit der Einführung unzufrieden, nur 18 % der befragten Betriebe glauben, dass das Label vom Kunden akzeptiert wird. Demgegenüber würden 61 % der befragten Konsumenten das Öko-Label zumindest als Orientierungshilfe sehen. „Es fehlt dem Öko-Label zwar noch die Akzeptanz, allerdings suchen viele Konsumenten verlässliche Orientierungshilfen“ sagt Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel.

 

Vermutlich spielt die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung, die in Österreich bereits 2003 umgesetzt wurde, hierzulande auch nur eine geringe Rolle. Importeure und das Bundesgremium des Fahrzeughandels haben sich redlich bemüht, diese umzusetzen und stellen alle Sprit-Verbrauchs-Informationen und Emissionswerte Konsumenten seit 2008 unter www.autoverbrauch.at auch online zur Verfügung. Dennoch stellt sich die Frage, inwieweit die wachsende Anzahl von (unnötigen) Vorschriften die Bürokratie weiter wuchern und zusätzliche Kosten, die am Ende alle Steuerzahler zu tragen haben, in die Höhe schnellen lässt.

 

„Vurschrift is Vurschrift“ darauf berufen sich die Exekutoren jener Gesetze, die in Brüsseler Beamtenburgen zusammengebastelt wurden und Konsumenten gleichzeitig immer unmündiger machen. Verbraucher sind es, die letztendlich nach den für sie maßgeblichen Kriterien über Erfolg oder Misserfolg eines Produktes und damit auch eines Fahrzeuges entscheiden – egal ob dieses mit einem Öko-Label beklebt ist oder auch nicht.