Laut Angaben des Marktbeobachters JATO wuchs der Pkw-Markt im vergangenen Monat um 4,9 % auf 1,023 Mio. Stück. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 7,488 Mio. Einheiten abgesetzt, was ein Minus von 5,2 % gegenüber den knapp 7,9 Mio. Fahrzeugen des Vorjahres bedeutet.
Besonders eindrucksvoll war das sommerliche Wachstum im krisengeschüttelten Spanien, wo ein Zuwachs von 16,5 % verzeichnet wurde – freilich ausgehend von einem außerordentlich niedrigen Niveau. Von den 5 größten europäischen Märkten verzeichnete im Juli nur Italien einen Rückgang (- 1,8 %). Allerdings kann sich unter den „Big 5” lediglich Großbritannien rühmen, sowohl in der Monatsbetrachtung (+ 12,7 %) als auch kumuliert (+ 10,3 %) über 2012 zu liegen.
Wie steht es um die einzelnen Hersteller? Volkswagen behauptet vor Ford und Opel unangefochten die europäische Spitzenposition, musste aber sowohl im Juli (- 2,4 %) als auch kumuliert (- 6,9 %) Rückgänge hinnehmen. Damit sind die Wolfsburger nicht alleine: Mit Ausnahme von Mercedes (+ 3,7 %) liegen nach 7 Monaten alle Top-10-Marken hinter ihren europäischen Vorjahresvolumina. Am schlimmsten hat es Citroen erwischt: Das Minus der Franzosen beträgt satte 14,1 %.
Von einer echten Erholung des Autoabsatzes will angesichts dessen kein Hersteller sprechen. Auch bei JATO bleibt man vorsichtig – doch immerhin gebe es nunmehr „vielversprechende positive Zeichen”, meint der als Vice President of Research fungierende Gareth Hession.
