Das Jahr 2009 markierte den traurigen Höhepunkt: 9.289 Autos wurden damals in Österreich gestohlen: eine Zahl, die im Vorjahr durch verstärkte Polizeiarbeit um 45 % auf 5.150 Stück reduziert wurde. Dass in den ersten sechs Monaten 2011 ein weiterer Rückgang auf 2.479 Stück registriert wurde, mag die Ermittler im Innenministerium freuen. Ministerin Johanna Mikl-Leitner spricht sogar schon davon, dass die Diebe nach Bayern ausgewichen seien, weil es ihnen in Österreich aufgrund der Kontrollen „zu heiß“ geworden sei.
Das mag stimmen: Doch bei genauer Betrachtung entpuppen sich die knapp 2.500 entwendeten Fahrzeuge der ersten sechs Monate noch immer als erkleckliche Anzahl. Es bedeutet nämlich, dass Tag für Tag 13 Autos neue, unberechtigte Abnehmer fanden. Oder anders gesagt: Alle zwei Stunden wurde ein Auto geknackt – und in vielen Fällen waren Autohäuser die Leidtragenden.
Ein Nachlassen bei den polizeilichen Ermittlungen wäre fatal: Solange Autos gestohlen und in der Folge billig verkauft oder in ihre Einzelteile zerlegt werden, muss mit Hochdruck gearbeitet werden. Vielleicht wird es den Dieben dann ja irgendwann wirklich „zu heiß“.