Eine dunkle Augenbinde reicht – und schon schaut die Welt für einen Sehenden ganz anders aus, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Man sieht nichts, gar nichts, und kann sich nur noch auf sein Gehör verlassen. Ein Elektroauto kann mit 20 bis 30 Stundenkilometern still und heimlich heranrollen, ohne dass man es bemerkt: Auf diese (nicht ganz neue) Gefahr machten am Dienstag der ÖAMTC und der Österreichische Blinden- und Sehbehindertenverband (ÖBSV) in Wien aufmerksam. Laut Mag. Gerhard Höllerer, Präsident des ÖBSV, kann es durch die Elektro- und Hybridautos vor allem beim Ein- und Ausparken, beim langsamen Wegfahren und bei lauten Nebengeräuschen gefährlich werden. Daher forderte Höllerer, dass diese Fahrzeuge möglichst rasch mit einer Geräuschkulisse ausgestattet werden.
Dieser Forderung schloss sich ÖAMTC-Cheftechniker Dr. Max Lang an: Der Club trete zwar grundsätzlich für die Verringerung des Geräuschlärms ein, doch in diesem Fall müsse man eine Ausnahme machen, da ein minimales von Elektro- oder Hybridautos erzeugtes Geräusch wesentlich zur Verkehrssicherheit beitragen könne.



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