Serienreif und klugerweise neben einer konventionellen Tankstation mit Convenience-Center angesiedelt, zeigt Better Place, wie unter Einsatz konventioneller Batterien reine E-Mobilität flächendeckend funktionieren kann. Ähnlich einer Waschstraße fährt der Renault ZE Fluence in die Wechselstation, wird mittels vier Radklammern fixiert und zum automatischen Batteriewechsel justiert. Der gesamte Vorgang dauert aktuell 5 Minuten und läuft ohne jede Personalbereitstellung ab.
Better Place will in Kürze 100 solcher Stationen in Israel in Betrieb nehmen und auf diese Art eine vollflächige Versorgung mit E-Mobilität gewährleisten. Eine Vollladung des 250 kg schweren Akkus reiche für 160 km, erklärt das Better-Place-Technikcenter. Alles funktioniert mit einer Art Kreditkarte und eine spezielle Navigationselektronik gibt dem E-Fahrer jederzeit die Reichweite und dazu die nächstgelegene auf seiner Route befindliche Ladestation bekannt.
Das E-Auto (in der Testphase ausschließlich ZE Fluence) kauft der Fahrer beim Händler und den Ladestrom per Steckdose oder Wechselbatterie bei Better Place – zu kW-Preisen auf aktuellem Benzinpreisniveau. Die Kosten der ersten wie im Bild festgehaltenen Station belaufen sich auf rd. 1 Mio. Dollar; das System kann wie bei konventionellen Tankstellen mit ihren Waschboxen auf mehrere Wechselstationen nebeneinander ausgebaut werden. In Dänemark arbeitet Better Place an der Verwirklichung des gleichen Konzepts unter Berücksichtigung unterschiedlicher Witterungsbedingungen, ist aber noch nicht so weit wie in Israel.
Unabhängig davon beschäftigt Better-Place-Eigentümer Shai Agassi rund um die Welt Forschungs- und Entwicklungs-Zentren mit der Entwicklung neuartiger und leistungsfähigerer Energieträger. Brauchbare Ergebnisse sind wie auch in der Fahrzeugindustrie bisher noch keine veröffentlicht worden. Der Durchbruch lässt weiter auf sich warten, sodass das Better-Place-Konzept genügend Zeit hat, sich im Kopf der Autofahrer als Energiealternative zu etablieren.
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