Alternativen Mobilitätsangeboten werden dagegen massive Zuwächse prognostiziert. Angesichts von strengeren Umweltauflagen und Änderungen im Nachfrageverhalten müssten die Autohersteller „richtungsweisende Entscheidungen treffen, um ihr Geschäftsmodell auch für die Zukunft optimal und nachhaltig aufzustellen“, so Studienautor Dr. Klaus Stricker: „Eine Aufgabe, die in der Branche größtenteils ungelöst ist.“ Laut der „Vom Automobilbauer zum Mobilitätsdienstleister“ genannten Analyse bleiben den Konzernen höchstens 18 Monate, um integrierte Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dazu zählen die Unternehmensberater beispielsweise Lösungen für das Batterieleasing in Elektrofahrzeugen oder Carsharing-Konzepte. Ansonsten drohe Gefahr von neuen Wettbewerbern, wobei als Beispiel explizit die österreichische Elektroauto-Finanzierungsgruppe „The Mobility House“ genannt wird.
Im Zuge der „neuen Mobilität“ bieten sich lt. der Studie 4 Hauptstrategien für Automobilhersteller: Zum einen könnten sie als „integrierte Mobilitätsdienstleister“ sämtliche Konzepte aus einer Hand anbieten, was maximale Ertragschancen, aber angesichts zahlreicher komplett neuer Geschäftsbereiche auch ein hohes Risiko bedeutet. Die Perspektiven für „Vermittler“ und „Selektierer“, die sich in Teilbereichen der Expertise von Partnern bedienen, sind dagegen leichter abzuschätzen. Nur „Minimalisten“, meinen die Strategieberater, würden sich in Zukunft noch auf die reine Autorproduktion beschränken.



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