Krise? Da war doch mal was - und es ist noch gar nicht allzu lange her. Vor zwei Jahren, bei der letzten IAA Pkw in Frankfurt, da fehlten nicht nur einige große japanische Autohersteller, sondern da war auch die Stimmung nicht besonders gut. Zwar lief das Neuwagengeschäft in Ländern wie Österreich, Deutschland und Frankreich, die wenige Monate zuvor eine Verschrottungsprämie eingeführt hatten, wieder einigermaßen, doch die Stimmung auf den Ständen war dennoch nicht gerade von Optimismus geprägt.
Und heuer? Da zeigt schon ein erster Blick die gänzlich andere Situation. Die Stände fast aller Autohersteller und jene der wichtigsten Zulieferer sind (noch) größer, vor allem die deutschen Produzenten klotzen statt kleckern. Wo es was Neues zu sehen gibt, und das ist fast überall der Fall, sind die Stände mit Journalisten und Fachbesuchern überfüllt. In ihren Reden strotzen die Autobosse vor Optimismus, wobei auch der eine oder andere eine unter vier Augen eine gewisse Unsicherheit über die weitere Entwicklung (Stichwort: Griechenland und Euro-Krise) anklingen lässt. Doch allein die Vielzahl an neuen Modellen zeigt, dass es wieder deutlich bergauf geht.
Insgesamt sind heuer auf der größten Mobilitätsmesse Europas 1.012 Hersteller vertreten, das sind deutlich mehr als im Krisenjahr 2009 (781), aber noch immer weniger als in Zeiten der Hochkonjunktur (zuletzt im Jahr 2007). Die Messeleitung erwartet, dass heuer auch die Zahl der Besucher – knapp mehr als 800.000 waren es vor zwei Jahren – ansteigen wird.
Die IAA wird am Mittwoch mit dem zweiten Pressetag fortgesetzt, dann folgen 2 Tage für Fachbesucher. Ab Samstag (17. 9.) ist die Messe für das breite Publikum geöffnet und schließt erst am 25. 9. ihre Tore.



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