Begleitet werde dieses Wachstum freilich von massiven Überkapazitäten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie: Vorerst werde die Produktion von Lithium-Ionen-Akkus die Nachfrage um mehr als das Doppelte übersteigen, sodass es zu einer Marktkonsolidierung und einer Konzentration auf 5 vorwiegend asiatische Anbieter (AESC, LG Chem, Panasonic/Sanyo, A123 und SB LiMotive) kommen werde.
Generell schätzt Roland Berger die Entwicklung der Elektromobilität zuversichtlich ein. Bis 2020 soll eine weltweite Jahresproduktion von 2,5 Mio. Hybridfahrzeugen, 300.000 Plug-in-Hybridautos und 500.000 Elektrofahrzeugen erreicht werden. „Japanische und koreanische Autohersteller werden weiterhin alles daran setzen, sich als weltweit führende Anbieter alternativer Antriebstechnologien zu etablieren“, so Rupert Petry, Managing Partner und Automobilexperte im Wiener Büro von Roland Berger. Ihr Anteil an der weltweiten Produktion werde sich 2015 auf 40 % belaufen, doch betreffe dies vor allem Hybridfahrzeuge.
Die stärker elektrisierten Fahrzeuge dürften dagegen eher im Westen verkauft werden oder aber – zumindest mittelfristig – in China: Das „Reich der Mitte“ soll sich lt. Roland Berger bis 2020 zum „wahrscheinlich größten Markt für E-Mobilität“ entwickeln. „Batteriehersteller müssen sich auf dem chinesischen Markt gut positionieren, um ihren langfristigen Erfolg zu sichern“, schlussfolgert Petry. „Dies erfordert ein völlig anderes strategisches Vorgehen der Akku-Hersteller.“



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