Die derzeit laufende Umfrage der EU-Binnenmarktkommission bezüglich „unfairer Vertriebspraktiken“ bedeute – allen technischen Problemen zum Trotz – zumindest „erhöhte Aufmerksamkeit“ für die Anliegen der Branche, meint Komm.-Rat Mag. Dr. Gustav Oberwallner, stellvertretender Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels und österreichischer Vertreter im Vorstand der CECRA. Als vordringlichstes Anliegen bezeichnet er die Sicherung des Mehrmarkenvertriebs: „Die EU-Kommission hat mit der 2003 in Kraft getretenen Kfz-GVO den Mehrmarkenhandel in seiner heutigen Form erst ermöglicht. Diesen Unternehmen die wirtschaftlichen Grundlagen plötzlich wieder zu entziehen, wäre für die Beteiligten kein Ruhmesblatt.“
Die Bemühungen um einen europaweiten „Code of Conduct“ mit handfesten Bestimmungen für das Verhältnis zwischen Herstellern und Händlern seien dagegen gescheitert, bedauert Oberwallner. Daher gelte es, auf nationaler Ebene entsprechende Rahmenbedingungen festzuschreiben: „Da sind die Vorzeichen sehr gut.“
Nach einer Abendveranstaltung am heutigen Tag findet morgen (7.9.) die eigentliche Jahresversammlung der CECRA statt. Zu personellen Veränderungen wird es dabei nicht kommen, als Präsident der Gewerbevereinigung fungiert weiterhin der im Vorjahr gewählte Franzose Jean-Paul Bailly.
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