Der SUV-Markt in China boomt: In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden mit 876.000 Fahrzeugen um 25 % mehr Offroader verkauft als im Vergleichszeitraum im Jahr 2010. Unter den Top-10-Modellen (Nr. 1 ist der Honda CR-V, gefolgt von VW-Tiguan, dem Nissan Qashqai sowie dem Toyota Highlander) rangiert auf Platz 5 der chinesische Hersteller Great Wall Motors mit seiner Haval Linie M2, M3 und dem Europa Modell M5.
GWM hat aus der Fiat-Affäre (Fiat beschuldigte GWM der illegalen Kopie des Erfolgsmodelles Panda und erreichte im Juli 2008 ein europaweites Importverbot) gelernt und investiert seit 2009 konsequent in legale Technologieupgrades. So hat der Fahrzeugbauer Allradantriebtechnologie (4WD) von MAGNA erworben, kauft Turbolader mit VTG/TOD(Torque-on-Demand)-Technologie von BorgWarner und hat mit Ricardo im Powertrain-Bereich eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung eines Euro-5-kompatiblen Dieselaggregates und eines DSG Sechsgangautomatikgetriebes für den Haval H5 geschlossen. Seit 2007 bezieht GWM das ABS/EBD von Bosch, seit 2010 wird im H5 auch die Transaktionskontrolle TCS verbaut.
Aktuell kommt im Basismodell der bewährte 2.4-Liter-Benziner von Mitsubishi (Euro 4) mit 100 kW (134 PS) Leistung und 200 Nm Drehmoment zum Einsatz; der 2.5 TCI Turbodiesel verfügt zwar über 300 Nm Drehmoment, aber nur 80 kW (107 PS). Die nächste Generation an Diesel-Antriebsaggregaten wird hier noch kräftig zulegen.
Mit seinen Außenmaßen (Länge: 4,56 m, Höhe: 1,75 m, Breite: 1,81 m) und einem Gewicht von 1.800 kg kommen der Benziner und das Basisfahrwerk auch mit der europäischen Alpenwelt klar.
In Italien wurden im vergangenen Jahr 2.000 Exemplare des Haval SUV verkauft. Das ist zwar keine berauschende Stückzahl, aber immerhin ein erster Schritt über die chinesische Mauer auch nach Österreich.
