Jürgen Huber (34), in zweiter Generation und mit 5 Mitarbeitern Betreiber von Auto Huber im steirischen Ehrenhausen, ist sichtlich erleichtert, den Schritt aus dem Markenhandel mit Skoda getan zu haben. „Ich kann wieder ein- und verkaufen, was ich für gut empfinde, und nicht, was mir im Markenpartnervertrag vorgeschrieben ist.“ Der geforderte Investitionsbedarf steht für ihn, noch dazu in der Grenzregion zu Slowenien, in keiner Relation zu den erzielbaren Einkünften.
Eindrucksvoll schildert der Kfz-Mechanikermeister mit 60-€-Stundensatz seine seit 2006 wiedergewonnene unternehmerische Freiheit. Durch geschicktes Verhalten in seinem Lebensraum bekommt er im Bedarfsfall auch jedes Originalteil oder von seinen Hauptlieferanten Kastner bzw. Stahlgruber die nötige Unterstützung im freien Teilemarkt inklusive Schulung.
Weniger Freude machen ihm die ausufernden „1-Mann-Pfuscher“, die vorbei an den gesetzlichen Auflagen ihre Arbeit unversteuert verrichten. Eine Antwort zur Beseitigung des Problems hat er allerdings auch nicht. Da und dort bringen ihm diese Leute aber sogar Geschäft, womit der Spruch „Leben und leben lassen“ wieder Bedeutung erlangt.