In Auftrag gegeben wurde die zwar nur 25 Seiten dicke, jedoch äußerst informative Studie vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK); verfasst wurde sie von Univ.-Prof. Bernhard Geringer und Dipl.-Ing. Werner K. Tober (beide vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien). Ein Großteil der Ergebnisse kommt für jene, die sich mit Elektroautos beschäftigen, wenig überraschend. So heißt es, dass Kunden mit hohen Anschaffungskosten zu rechnen hätten und es auch eine äußerst unsichere Angelegenheit sei, die Höhe der Betriebskosten zu ermitteln. Dennoch haben die Autoren errechnet, dass bei einem Auto mit Verbrennungsmotor im Schnitt Betriebskosten von 5.829 € pro Jahr anfallen, bei einem E-Auto 4.747 € – eine Ersparnis von 19 %.
Außerdem glauben Geringer und Tober, dass die Kunden die mehrere Stunden dauernden Ladezyklen nicht akzeptieren würden. Da in vielen Ländern ein Großteil des Stroms nicht aus erneuerbarer Energie stammt, seien Elektroautos keineswegs CO2-neutral, wie dies oft versichert werde. Erst wenn ein Land zu 100 % regenerativen Strom erzeuge, liefere ein batterieelektrisches Fahrzeug mit Strom aus Windkraft oder einer vergleichbaren Quelle Vorteile, heißt es in der Studie. In Österreich stammen derzeit 67 % des Stroms aus erneuerbaren Energien – ein sehr hoher Wert in Europa.
Beim ÖVK glaubt man, dass die Emissionen von Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren zu jenem Zeitpunkt, ab dem E-Autos in größeren Stückzahlen zur Verfügung stehen, durchaus mit jenen der E-Mobile vergleichbar sein werden.
Fazit der Studie: Unter Anbetracht der niedrigen Zahlungsbereitschaft der Kunden und der hohen Preise der Elektroautos seien „äußerst schwache Absatzziele zu erwarten“. Auch die geringe Reichweite von maximal 150 Kilometern werde für „ein entsprechend geringes Kaufinteresse“ sorgen.
Die Studie kann entweder als PDF-Datei oder als Printversion bestellt werden:
Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK)
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