Im Falle des „General Managers“ einer gewissen Kärntner „Importgesellschaft“
(das bisherige Absatzvolumen von 93 Neuzulassungen erklärt die
Anführungszeichen) dürfte dort vor allem Angst und Unsicherheit zuhause sein. Warum
sonst würde er einen bekannt zurückhaltenden Journalistenkollegen, der sachlich
eine alltägliche Frage stellt, aggressiv abkanzeln? Oder am Ende
einer Pressereise Anweisungen ausgeben, was „geschrieben werden darf“?
Uns soll das nicht weiter stören: Über unsere Quellen kommen
wir ohnehin an die gewünschten Informationen. Doch welchen Dienst tut der arme
Mann seiner Marke, die – wohlwollende – mediale Aufmerksamkeit gut gebrauchen
könnte? Und seinen 22 Rest-Händlern, die ihre Kunden mit denselben vagen
Ankündigungen bei der Stange halten müssen, die ihnen ihr Importchef immer wieder aufs Neue vorbetet?
Wie wichtig Sympathiewerte sind, zeigt die breite Unterstützung
für die strauchelnde Schwedenmarke Saab. Zwischen Südkorea und Klagenfurt muss
sich das erst herumsprechen: Schade, doch so wird das ein „langer“ Weg bis zum Comeback.
