Was wird diese im heutigen Ministerrat angekündigte „Steuerungsgruppe“, besetzt mit erlesenen Experten, machen? Erraten: Sie wird Sitzungen abhalten, Ausschüsse einberufen, diese in Unterausschüsse aufteilen, teure Expertisen (bei Parteifreunden?) in Auftrag geben, ab und zu „runde Tische“ abhalten – und sollte am Ende zur allgemeinen Überraschung doch ein Beschluss herauskommen, wird dieser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgrund tagespolitischer Überlegungen unter den Teppich gekehrt.
Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen uns die Volksvertreter Tag für Tag vor: Sei es bei der Pensions-, der Bundesheer- oder der Bildungsreform.
Schon klar: 5.000 € für jedes Elektroauto, wie es das für seinen Interventionismus bekannte Frankreich vorexerziert, wird es hierzulande mangels eigener Autoproduktion nicht geben. Doch fällt der kombinierten Geisteskraft von Wirtschafts-, Umwelt- und Verkehrsministerium tatsächlich nichts schlagkräftigeres, wirksameres, marktrelevanteres ein als eine „Steuerungsgruppe auf Generalsekretär- bzw. Sektionschefebene“?