Mit einer realistischen Einschätzung der unternehmerischen Freiheit im Autohandel eröffnete der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Dr. Hans-Jörg Schelling den Seminartag: Es gebe im Kfz-Markenhandel kaum mehr selbstständige Unternehmer, die Zusammenarbeit werde „stark von den Rahmenbedingungen der Lieferanten geprägt“. Damit fand der studierte Betriebswirt eine elegante Formulierung dafür, dass  Kfz-Händlerverträge frappierend herkömmlichen Franchiseverträgen gleichen. Eine realistische Beurteilung eines Unternehmensberaters, der als Geschäftsführer der Leiner/kika-Gruppe ebenso erfolgreich war wie später als Chef von XXXLutz.
„Lieber ist mir die Beibehaltung der Kfz-GVO“, fordert in diesem Zusammenhang der oberösterreichische Innungsmeister Manfred Fuchs. Um dann Schellings Spuren zu folgen: „Die Betriebe, die ihre Hausaufgaben erfüllt haben, werden auch ohne Kfz-GVO bestehen.“ Wobei es keinesfalls erforderlich sei, auf alle Vorgaben des Lieferanten einzugehen: „Wenn du alles machst, bist du pleite; wenn du nichts machst, bist du auch pleite“, plädiert er für einen vernünftigen Mittelweg und rät allen zum Mut, aus wirtschaftlicher Vernunft von Haus aus auf ungünstige Verträge zu verzichten.



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